Forschungsdurchbruch bei der Nutzung von Sonnenenergie
06.August 2008
Unter einem unspektakulären Titel verbirgt die folgende Publikation in Science vom 31. Juli ein sensationelles Forschungsergebnis:
“In Situ Formation of an Oxygen-Evolving Catalyst in Neutral Water Containing Phosphate and Co2+
Matthew W. Kanan and Daniel G. Nocera ”
Ein Katalysator wurde entdeckt, der es ermöglicht, Wasser bei Zimmertemperatur mit geringer Energie in Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten. Pflanzen erzeugen so die Energie, die sie brauchen, für die technische Nutzung war das bisher ein unerfüllbarer Traum – aber auch ein höchst erstrebenswertes Ziel.
Daniel Nocera, MIT Professor für Energie hat sich im Rahmen des MIT Projekts “Solar Revolution” die Umsetzung des Traums in die Realität vorgenommen – und offensichtlich ist ihm ein Durchbruch gelungen.
Bild aus earth2tech
Er sagt: “Das ist erst der Anfang. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Integration dieser Technologie in die existierenden erneuerbaren Energiesysteme. Ich bin zuversichtlich, dass man innerhalb von 10 Jahren die Wohnungen tagsüber mit Solarzellen versorgen kann und nachts mit Brennstoffzellen, die mit dem tagsüber erzeugten Wasserstoff betrieben werden”
Die offizielle MIT Mitteilung liefert noch zusätzliche Informationen.
Autor: Klaus Ragaller
Artikel gespeichert unter: Klima

bisher 3 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben
1. Kruse Niels | 13.September 2008 at 23:40
Wunderbar. Wenn es stimmt, so ist das doch der erse Schritt zu einer CO2 neutralen Klimaversorgung. Nur wieso hat man nirgends etwas darüber gelesen? Eigentlich sollte sich doch jeder grössere Energie-/Autokonzern dafür interessieren? Das ist doch ein Riesenfortschritt!
Desweiteren frage ich mich, ob CO2+ nicht extrem reaktiv ist und wieder neue Gefahren beinhaltet?
2. treibhausblog.de » &hellip | 30.September 2008 at 19:23
[...] andere Meldung ist etwas älter, von Anfang August. Ich habe sie auf dem Klimablog gefunden. Es wurde ein Weg [...]
3. Klaus Gatz | 23.März 2009 at 19:09
Das ist super, was der MIT Prof entdeckt hat, einen einfacheren Weg, Wasser aufzuspalten in Wasserstoff und Sauerstoff. Als Nichtnaturwissenschaftler, aber Erdenbürger, der daran interessiert ist, dass seine Kinder (3) und seine Enkel (7) und deren Kinder und deren Enkel auf einer noch bewohnbaren Erde hausen können, bestärken mich solche Nachrichten, als Kleinerzeuger von Strom mittels Solarzellen auf dem Dach und dann einer Brennstoffzelle im Keller mitzuwirken, dass der andere, der nicht Atomstrompfad, der erfolgreiche wird, weil er der billigere, klimaschonendere, ungefährlichere ist. Auch wenn das Oligopol der großen Stromerzeuger in Germany jetzt wegen der CO 2 Debatte, beispielsweise angesichts des hohen Anteils an Kohlekraftwerken gerade hierzulande, aber auch angesichts der politischen Konstellationen etc. für neue AKW-<Pläne Morgenluft wittert.
Klaus Gatz
München
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